08.06.2009
Die von der Bonner Moeller-Gruppe präsentierte Talkshow „Sportarena“ gastierte erstmalig in der Bergisch Gladbacher Innenstadt. Beim Fest „Miteinander, Füreinander – Bergisch Gladbach in Bewegung“ durfte Moderator Thomas Kalus sechs prominente Talkgäste auf der Bühne am Konrad-Adenauer-Platz begrüßen: „Schade, dass das Wetter nicht mitspielte, das Fest hätte sicherlich mehr Resonanz verdient“, sagte WDR-Journalist Kalus. Gleichzeitig freute ihn, dass sich trotz des Dauerregens eine stattliche Zahl an Zuschauern vor der Bühne versammelt hatte.
Darunter waren viele Fußball-Fans. Genauer gesagt, Anhänger von Bergisch Gladbach 09. Der Club hatte soeben die Meisterschaft in der Mittelrheinliga geschafft und somit den Aufstieg in die NRW-Oberliga perfekt gemacht. Die Stadt nutze die Gelegenheit und ehrte das Team vor Beginn der Sportarena für den tollen Erfolg. Trainer Lars Leese und Präsident Ferdinand Linzenich blieben dann gleich zum Talk auf der Bühne. „Sonnyboy“ Leese, wie er schon wegen seiner lockeren, optimistischen Art in der Schule genannt wurde, zeigte sich stolz über den Aufstieg: „Ich habe ja als Torwart auch einige Erfolge gehabt“, sagte der ehemalige Fußball-Profi, „aber ehrlich gesagt ist es als Trainer noch schöner, dieses Gefühl auszukosten“. Leese erzählte von seiner Zeit in der englischen Premier League beim FC Barnsley: „Mit dem Club habe ich an der legendären Anfield Road in Liverpool gewonnen. Das sind Erlebnisse, die prägen einen fürs ganze Leben.“ Aber auch Privates ließ Leese raus: Er gehe gerne mit seinem elfjährigen Sohn Christopher Angeln und habe sich schon mehrfach bei „Schlag den Raab“ als Kandidat beworben: „Aber wahrscheinlich hat der Stefan Angst vor mir, deswegen bin ich bis jetzt noch nicht mal zum Casting eingeladen worden.“ Sein Präsident bei den „09ern“, Ferdinand Linzenich, ist der Öffentlichkeit eher als Kabarettist und Moderator bekannt. Entsprechend locker und spitzzüngig präsentierte er sich in der Sportarena. Ob er denn kräftig den Aufstieg mitgefeiert hätte, wollte Moderator Thomas Kalus von Linzenich wissen. „Klar habe ich“, antwortete „Ferdi“, „Aber das hatte nur einen Schönheitsfehler: In der Siegertraube landete ich ganz unten und alle Spieler fielen auf mich drauf, da war es gar nicht mehr so einfach, mich zu befreien“.
Ähnlich wie die Fußballer von Bergisch Gladbach 09 hatte auch Eishockey-Torwart Stefan Vajs gewissermaßen ein Heimspiel auf dem Konrad-Adenauer-Platz: Denn der jetzige DEL-Goali der Kölner Haie stand früher einmal für den ESV Bergisch Gladbach im Eishockeytor: „Ich habe noch gute Kontakte hierher“, verriet der Youngster, „und meine Erfahrungen in der Stadt und im Club waren hervorragend“. Zwischenzeitlich spielte er in der bayerischen Oberliga für den EV Peiting und wurde dort in der vergangenen Saison zum besten Spieler der gesamten Liga gewählt: „Eine tolle Auszeichnung, die mit sicherlich auch in Köln einige Türen geöffnet hat“, erzählte Stefan. Seine erste Zeit bei den Haien war allerdings von Muskelkatern geprägt: „Unser neuer Coach Igor Pawlow nimmt uns ganz schön ran. Der Tag beginnt erstmal mit einem Zehnkilometerlauf und steigert sich dann“, schmunzelte der Zwanzigjährige. Hartes Training war auch Boy-Olympiasieger Torsten May in seiner aktiven Zeit gewöhnt: „Klar, ohne das ging gar nichts. Aber man musste es auch gut dosieren, je näher die Kämpfe kamen“, sagte May in der Sportarena. Nach seinen großen Erfolgen im Amateur- und Profisport hat Torsten gemeinsam mit seinem Bruder Rüdiger das Box-Camp „May-Life“ in Köln aufgemacht: „Da trifft sich der Bänker mit dem Arbeiter, da trainieren Olympiasieger wie Fechterin Britta Heidemann genauso wie Rollstuhlfahrer“, so May, der als gebürtiger Sachse im Rheinbland inzwischen absolut heimisch geworden ist: „Ich lebe mit meiner Familie jetzt schon 12 Jahre hier und habe hier mein Zuhause gefunden“. Der ehemalige Box-Profi zeigte sich im Interview auch sehr schlagfertig: Was er denn von seinem kleinen Bruder Rüdiger gerne hätte“, fragte ihn Moderator Thomas Kalus. „Die große Klappe“, antwortete May.
Eher als Frau der ruhigen, eindringlichen Worte trat Kunstturn-Bundestrainerin Ulla Koch auf. Die Bergisch Gladbacherin betrieb vor allem Werbung für ihren Sport: „Es ist schön zu sehen, welchen Spaß die die jungen Mädels am Turnen entwickeln. Man muss natürlich mit die Mädchen aber natürlich auch behutsam an den Leistungssport heranführen“, sagte Koch. Auch sie plauderte über ihre privaten Vorlieben: „Wenn es die Zeit erlaubt, arbeite ich gerne im Garten oder ich male mit Acrylfarben“. Gemeinsam mit der Turntrainerin saß Guido Wagner auf der Sportarena-Bühne. Der Redaktionsleiter der Bergischen Landeszeitung, übrigens Medienpartner der Sportarena, outete sich als großer Wanderfreund. Er hat eine eigene Serie in der Zeitung, die den Lesern unter dem Titel „Wandertag“ immer neue Wanderrouten ans Herz legt: „Das Schreiben macht mit großen Spaß, aber noch mehr das Recherchieren und selbst ausprobieren“, erzählte der Familienvater. Wagner berichtete auch von der Wichtigkeit des Lokalsports für sein Blatt: „Gerade die lokalen Sportereignisse finden natürlich in den elektronischen Medien kaum statt. Daher legen wir ganz besonderen Wert auf die Berichterstattung“.
Auch in der 73. Ausgabe der „Sportarena“ erfuhren die Zuschauer also wieder allerhand Privates und Persönliches über die Prominenten. Und dass die spannenden und witzigen Gespräche der Promis kostenlos verfolgt werden durften, verdankten sie der Unterstützung der Moeller-Gruppe, der Kreissparkasse Köln, Flyerking und dem Medienpartner Bergische Landeszeitung. |